Die Suche nach MH360 im Jahr 2026
24. Januar 2026
Suche nach MH370 abgebrochen
Das Suchschiff Armada verlässt mit rund 10 Knoten das Suchgebiet in Richtung Australien. In der vergangenen Woche herrschte sehr schlechtes Wetter, sodass die autonomen Unterwasserfahrzeuge (AUV) nur kurzzeitig eingesetzt werden konnten.

Die Suche nach einem Flugzeug ist extrem schwierig – insbesondere, wenn es in viele Trümmer zerbrochen ist. Die grössten Teile dürften Triebwerke oder Fahrwerk sein. Zudem enthält die Boeing 777 nur wenig Metall, das von Magnetometern erfasst werden kann. Deshalb sucht man nach einem klar erkennbaren Trümmerfeld, etwa wie beim Air-France-Flug 447 im Atlantik (siehe Bild).

Schiffe oder U-Boote lassen sich dagegen deutlich leichter orten, etwa das Wrack des U-Boots ARA San Juan.

Dennoch besteht Hoffnung: Die gesammelten Gigabytes an Daten werden erneut ausgewertet, vielleicht taucht doch noch ein verdächtiger Hinweis auf. Bleibt ein Fund aus, wird die Suchfirma jedoch nicht bezahlt („no find, no fee“).
Sonardaten allein genügen nicht – der Fund muss visuell bestätigt werden, etwa durch Seriennummern oder eindeutige Merkmale.
Diese Bestätigung erfolgt mit ferngesteuerten Tauchrobotern (ROV), nicht mit AUV. Dafür muss das Schiff exakt positioniert bleiben. In den letzten Tagen lag es zwar relativ stationär, jedoch nicht wegen eines ROV-Einsatzes, sondern wegen des schlechten Wetters.
Wann wird dieses Mysterium endlich gelüftet?
Problematisch ist zudem, dass Malaysia zugleich Betreiber der Airline und Finanzier der Suche ist. Sollte sich ein Suizid des Piloten bestätigen, drohten hohe Entschädigungen an die Opferfamilien.
Daraus ergibt sich ein offensichtlicher Interessenkonflikt: Wirtschaftlich hat Malaysia wenig Anreiz, das Flugzeug zu finden.
20. Januar 2026
Kurzbericht zum Verlauf der Suche nach Flug MH370 (06.–15. Januar 2026)
Im Zeitraum vom 06. bis 15. Januar 2026 wurden die Suchoperationen nach Flug MH370 im südlichen Indischen Ozean im Bereich des 7. Bogens fortgesetzt. Die Arbeiten erfolgten an Bord des Suchschiffes Armada 86-05 unter Einsatz von bis zu drei Autonome Unterwasserfahrzeuge (AUVs).
Die Suchmissionen verliefen über weite Strecken planmässig und mit hoher Einsatzkontinuität.
Die AUVs wurden regelmässig ausgebracht, überwacht und zur Datenübertragung, Batteriewechseln und Vorbereitung weiterer Einsätze wieder aufgenommen. Kleinere technische Einschränkungen, darunter ein kurzzeitiger Ausfall eines AUVs am 07. Januar sowie vereinzelte Kommunikationsunterbrechungen, hatten keinen wesentlichen Einfluss auf den Fortschritt der Suche.
Bis zum 14. Januar herrschten überwiegend günstige Wetterbedingungen, die eine intensive Vermessung des Suchgebiets ermöglichten. Am 15. Januar mussten die Arbeiten aufgrund verschlechterter Wetterverhältnisse vorübergehend eingestellt werden; alle AUVs wurden sicher geborgen. Insgesamt konnte bis zu diesem Zeitpunkt eine Fläche von rund 7’236 km² untersucht werden.
Die ursprünglich bis zum 16. Januar 2026 geplante Suchphase wurde verlängert und soll nun bis zum 24. Januar 2026 andauern, um die Abdeckung des Suchgebiets weiter zu maximieren.
Trotz der erzielten Fortschritte und der umfangreichen Vermessung konnten bislang keine eindeutigen Hinweise oder signifikanten Funde im Zusammenhang mit MH370 identifiziert werden. Die Suche wird weiterhin systematisch fortgesetzt, abhängig von Wetterlage und operativen Rahmenbedingungen.


15 Januar 2026
Die Suche nach MH370 dem verschwundenen Flugzeug läuft…
Fast zwölf Jahre nach dem rätselhaften Verschwinden von Malaysia-Airlines-Flug MH370 wird die Suche nach dem Wrack der Boeing 777 im Indischen Ozean erneut fortgesetzt. Am 8. März 2014 war das Flugzeug mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking, als es kurz nach dem Start vom Radar verschwand.
Die Suchmission setzt auf modernste Tiefseetechnologie. Das britisch-amerikanische Unternehmen Ocean Infinity setzt autonome Unterwasserfahrzeuge (AUVs) ein, die bis in Tiefen von rund 6.000 Metern vordringen können.
Ausgestattet mit hochauflösendem Seitensichtsonar, Ultraschalltechnik und Magnetometern sollen sie den Meeresboden systematisch absuchen. Während die erste gross angelegte Suche ein Areal von mehr als 119’100 Quadratkilometern vor der Westküste Australiens umfasste, konzentriert sich die neue Mission auf eine rund 15.000 Quadratkilometer grosse Zone.

Die malaysische Regierung hat mit Ocean Infinity einen sogenannten „No-Find, No-Fee“-Vertrag über 70 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Das bedeutet: Bezahlt wird nur im Erfolgsfall.

Die Suche läuft und kommt gut voran. Das Schiff ARMADA kämpfte sich Anfang Januar durch bis zu vier Meter hohe Wellen, doch das geplante Suchfeld ist inzwischen fast vollständig abgefahren.

Sollte es gelingen, das Wrack zu lokalisieren, wäre dies nicht nur ein technischer Erfolg, sondern auch ein historischer Moment für die Luftfahrt. Der Fund könnte nach Jahren der Spekulation endlich Antworten liefern – und eines der dunkelsten Kapitel der zivilen Fliegerei zumindest teilweise abschliessen.
